Dein Salsa-Coaching – Lektion 6

 

In der letzten Lektion haben wir Dir den Pfeiler der Analyse vorgestellt. Wenn Du unsere Übung zur letzten Lektion gemacht hast, dann weißt Du jetzt genau wie Du diesen Pfeiler für Deinen Weg des effektiven Lernens nutzen kannst. Der zweite Pfeiler für das effektive Lernen ist:

Das Wiederholen

In der ersten Lernphase in der man eine neue Bewegung oder neue Kombination lernt erziehlt man für gewöhnlich die größten Lernerfolge. Der Lehrer macht dazu häufig die Bewegung vor und man selbst macht sie nach. Hier entsteht die Grobkoordination für neu erlernte Bewegungen. Das bedeutet die grobe Koordination wie das Bewegen im Raum und die dazugehörende Hand-Fuss-Koordination werden im Gehirn gespeichert und abgelegt. Das Gehirn erstellt von den Abläufen so etwas wie eine Schablone die es dann immer wieder erkennen kann. Die Schablone ist zunächst noch sehr grob und hat harte Kanten und sieht nicht besonders rund aus. Das Gleiche geschieht auch mit dem von Dir gelernten Bewegungsablauf. Erst durch das häufige Wiederholen der Bewegung verfeinert sich allmählich die Bewegung und wir haben das Gefühl das der Ablauf sich rund und geschmeidig anfühlt. Ziel ist es die Bewegungsschablone für Dein Gehirn durch Wiederholung so rund und geschmeidig wie möglich zu bekommen. 

Die Wiederholung und die Analyse hängen ganz eng zusammen und verbinden sich direkt dann wenn Du eine neue Figur oder Bewegung erlernst. Stell Dir nun vor Du erlernst gerade eine neue Salsa-Figur, manche Bewegungsabläufe kennst Du schon, sie fallen Dir leicht und fühlen sich bereits rund und geschmeidig an. Andere Abläufe sind für Dich komplett neu und die Schablone dafür ist noch etwas kantig. Den besten Lernerfolg erzielst Du nun mit folgenden Schritten:

Schritt 1: 

Tanze die Figur einmal sehr langsam durch

In diesem Schritt geht es nur darum die runden Bewegungsabläufe von den kantigen zu trennen

Schritt 2: 

Nun lass die Teile die für dich schon rund sind für einen Moment beiseite und konzentrier Dich ganz intensiv auf die Momente in der Figur mit denen Du Schwierigkeiten hast

 

Goldene Regel:

Es bringt nichts tausendmal die komplette Figur durchzutanzen, Du musst ein ganz besonderes Augenmerk auf die Teile legen die in der Figur für Dich ein Problem sind. Analysiere sie und tanze sie in Zeitlupe. Wende dort zunächst den ersten Eckpfeiler für effektives Lernen an: Die Analyse!

 Schritt 3:

Wiederhole diese Teile 10 mal sehr langsam und ohne Musik. Zähle dabei laut und bewusst um den dazugehörigen Rhythmus dafür in deinen Muskeln zu speichern. Das mag oft klingen aber Du wirst sehen wie viel Erfolge in Deinem Lernprozess es Dir bringen wird. 10 Wiederholungen einer „kantigen Stelle“ dauern auch oft nicht länger als 5 Minuten. 

 Schritt 4:

Wiederhole dieselbe Stelle nun mit Musik 5 mal. 

 Schritt 5:

Nun baue die Figur wieder zusammen und versuch Dich auf die Übergänge zu konzentrieren. Nutze den Pfeiler der Analyse um die Übergänge zwischen den neuen Teilen bewusst zu machen. Hier kommt es öfter vor das neue „kantige Momente“ entstehen. Passiert dass, wende die Schritte 2,3 und 4 auch auf diese Stellen an. 

Mit diesen 5 Schritten zum „runden Tanzen“ wirst Du sehr schnelle Erfolge erzielen. Natürlich erfordert es Übung, denn nur durch das Üben von Bewegungsabläufen kann Dein Gehirn diese ablegen. 

In der nächsten Lektion wirst Du erfahren wie Du auch ganz ohne Bewegung Deine Fähigkeit trainieren kannst Figuren besser zu behalten und auch abrufbar zu machen.