Dein Salsa-Coaching – Lektion 1

Lektion 1 – Das Lernen

Die erste gute Nachricht ist:

Eigentlich lernen Menschen immer und lebenslang. Wir können gar nicht anders. Unser Hirn ist nämlich auf Lernen „programmiert“:

  1. Es stellt kontinuierlich Berechnungen über die Welt und den zum Leben in ihr notwendigen Tätigkeiten auf, 
  2. aktiviert danach die Organe, die zur Ausführung der so berechneten Aktivitäten nötig sind, 
  3. überprüft, ob das reale Verhalten dem geplanten entspricht 
  4. und verarbeitet die so aufgenommenen Informationen 

Mit anderen Worten heißt dass, unser Gehirn lernt aus seinen eigenen Fehlern und Erfolgen.

Das alles passiert auf unzähligen Baustellen gleichzeitig, die wiederum durch Parallelschaltungen wie in einem Netzwerk mit einander verbunden sind. So kann man während des Autofahrens eine Zigarette rauchen, ein Lied summen, vielleicht auch noch ein Bonbon lutschen und zeitgleich an die Weihnachts- Geschenke denken, die noch zu kaufen sind. Und bei all dem können wir auch noch ein gutes oder schlechtes Gefühl haben, in Erinnerungen schwelgen oder die Nachrichten im Radio hören. 

Wie Du also siehst, ist unsere Gehirn nicht nur fähig immer neue Dinge zu lernen, egal in welchem Alter sondern ist auch noch in der Lage diese Dinge gleichzeitig auszuführen. Das ist beruhigend wenn man daran denkt das man beim Tanzen ja gleich an Beine, Hände und auch noch den Partner gegenüber denken muss. 

Die zweite gute Nachricht ist: Das Gehirn funktioniert ähnlich wie ein Muskel der trainiert werden kann und, zwar in allen Altersgruppen.

Dafür ist das so genannte prozeduale Gedächnis verantwortlich das beim Erlernen von Bewegungsabläufen eine große Rolle spielt. Dieses lässt sich trainieren und zwar viel einfacher als Du denkst. 

Wenn wir eine Bewegung neu lernen bewegt sie sich quasi Schritt für Schritt von Region zu Region in unserem Gehirn vorwärts. Sie arbeitet sich also stufenweise immer tiefer in unser Gehirn ein bis es so zu sagen „in Fleisch und Blut“ übergegangen ist. Dieser Weg beginnt in unserem Großhirn der rechten Gehirnhälfte, in dem zunächst die groben Bewegungsabläufe gespeichert werden. Je öfter wir die Bewegung machen desto effektiver und unterbewusster arbeitet unsere Großhirn mit dem neu gelernten, legt es fest ab und schon bald haben wir das Gefühl der Geschmeidigkeit der Bewegung, Je öfter wir also eine Sache wiederholen desto abrufbarer ist sie. Aber wie geht das? Nun, das Gehirn hat langsam Verknüpfungen erstellt, fast wie in einer Excel Datei, hat es den Bezug hergestellt zum bewegten Muskel und dem Resultat was daraus entsteht. So kann die Bewegung immer wieder mit der entsprechenden Verknüpfung im Gehirn abgerufen werden. Mit anderen Worten: Du tanzt ohne darüber nachzudenken!


Das sind die Grundlangen des Lernens, wenn man das weiß dann kann man auch schnell rausfinden wie man sich zum Beispiel Kombinationen merkt oder auch schwere Schritte schafft im Gehirn abzulegen. In der nächsten Lektion verraten wir Dir wie Du effektiv auch Deine Lernmethode optimieren kannst um die Dinge so schneller und besser abrufbar zu machen, auch spontan auf der Tanzfläche.